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Neue Spiele: Karagöz und Cirit

Neue Spiele: Karagöz und Cirit

Bei CetinsGame gibt es zwei neue Spiele, beide aus jahrhundertealten Traditionen: eines von der leuchtenden Leinwand im Kaffeehaus, das andere von einem offenen Reitplatz.

Karagöz: Kunst hinter der Leinwand

Karagöz ist das traditionelle türkische Schattentheater. Figuren aus bemaltem Leder werden gegen eine von hinten beleuchtete Leinwand gehalten; das Leder ist so dünn geschabt, dass Licht hindurchscheint, und das Publikum sieht bunte, durchscheinende Schatten. Im Mittelpunkt jedes Stücks steht das Wortgefecht zwischen Karagöz und Hacivat: Der eine ist geradeheraus und volksnah, der andere höflich und belesen. 2009 wurde Karagöz in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Ein Stab, sieben Bewegungen

Eine echte Figur hängt an einem einzigen Stab, ihre beweglichen Arme und Beine schwingen von selbst. In der Geschichte beginnen die Hände eines Meisters nach vierzig Jahren hinter der Leinwand zu zittern, und er übergibt sie seinem Lehrling: dir. Sechs Stücke, sechs Abende, von Salıncak bis Tımarhane.

Du führst die Figur mit Finger oder Maus. Erreicht ein Zeichen die Linie in der Mitte, machst du die verlangte Bewegung:

  • auftreten, ducken, springen oder tanzen,
  • Hacivat einen Kopfstoß geben,
  • einen Salto schlagen, indem du die Figur schwingst und sofort zurückreißt,
  • von der Leinwand fliehen, wenn Tuzsuz Deli Bekir auftaucht.

Je besser dein Timing, desto lauter das Lachen; in jedem Stück gibt es drei Sterne. Unterwegs schaltest du Beberuhi, Deli Bekir und Zenne frei: Der leichte Beberuhi schlägt leicht einen Salto, der schwere Deli Bekir kippt kaum um, und der Tanz der eleganten Zenne bringt doppelte Lacher. Eine kurze Lektion mit einer Geisterhand zeigt dir jede Bewegung einzeln.

Cirit: Können im Sattel

Cirit ist ein Reitersport, der aus Zentralasien nach Anatolien kam. Reiter zweier Mannschaften treten gegeneinander an: Einer wirft einen stumpfen Holzspeer auf einen Gegner, wendet dann und weicht dem Speer aus, der zurückkommt. Gespielt wird bis heute, vor allem in Erzurum, Bayburt, Kars und Konya. Es geht nicht darum, jemandem wehzutun, sondern um Gleichgewicht, Zielsicherheit und Mut im Sattel.

Im Spiel siehst du den Platz von oben, und dein Pferd läuft von selbst. Halte gedrückt, und ein Ring wandert vor dir her; lass los, wenn er über dem gegnerischen Reiter liegt. Ein Treffer am Reiter bringt +3, ein Treffer am Pferd kostet 1 Punkt. Dann wirft der Gegner, und du weichst nach links und rechts aus.

Die Ehrenregel

Auf dem Platz gilt nur eine Regel: Wer gestürzt ist, wird nicht angegriffen. Hältst du dich zurück, steigt deine Ehre; wirfst du trotzdem, gilt das als unehrenhafter Wurf. Ehre bringt dir außerdem die Einladung in die nächste Stadt: Nach dem Training auf dem Dorfplatz folgen Erzurum, Kars, Bayburt und Konya. Die Geschichte folgt einem jungen Reiter, der den Speer seines Großvaters erbt und mit ihm eine Lehre: Dieser Stock soll Mut zeigen, nicht Schmerz zufügen.

Beide Spiele sind kostenlos, brauchen keinen Download und laufen auf Handy und Computer in 7 Sprachen. Tritt in Karagöz hinter die Leinwand oder reite in Cirit auf den Platz.

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