Karagöz: Schattenspiel
Tritt hinter die Leinwand und bring das Publikum zum Lachen.
So wird gespielt
Die Figur hängt an einem einzigen Stab; du bewegst sie, indem du Finger oder Maus ziehst. Erreicht ein Zeichen die Linie in der Mitte, mach die verlangte Bewegung: auftreten, ducken, springen, Kopfstoß, tanzen, Salto, fliehen. Je besser dein Timing, desto lauter das Lachen.
Karagöz spielen: die ausführliche Anleitung
Karagöz ist ein Timing- und Bewegungsspiel, das dir das traditionelle türkische Schattentheater in die Hand gibt. Du stehst hinter der Leinwand und führst die Figur an einem einzigen Stab: Du bewegst den Stab, Arme und Beine schwingen von selbst, genau wie bei einer echten Lederfigur. Oben laufen Bewegungskarten durch; erreicht eine Karte die Linie in der Mitte, machst du diese Bewegung. Je mehr Karten du triffst, desto lauter lacht der Saal. Das Spiel hat 12 Abende in 3 Akten, 4 freischaltbare Figuren, einen rivalisierenden Schattenspieler und eine Übung, die dir die Bewegungen einzeln beibringt.
Ziel
Jeder Abend ist ein kurzes Karagöz-Stück. Hacivat steht immer mit dir auf der Bühne. Die Karten kommen nacheinander, und jede hat ein Zeitfenster: Machst du die Bewegung, während sich die Karte der Linie nähert, zählt sie als Treffer; schließt sich das Fenster, wird die Karte als Verpasst gewertet. Am Ende des Abends bekommst du Sterne, je nachdem, wie viele Karten du getroffen hast. Dein Ziel: das Publikum zum Lachen bringen und alle zwölf Abende schaffen; für die volle Wertung drei Sterne an jedem Abend.
Wie ein echtes Karagöz-Stück durchläuft jeder Abend vier Teile: Mukaddime, Muhavere, Fasıl und Bitiş. Dazwischen sticheln Hacivat und Karagöz in Sprechblasen; spielst du Karagöz, kann ihm bei Salto oder Kopfstoß die Mütze (der işlik) herunterfallen, sodass seine Glatze zu sehen ist.
Steuerung: so führst du die Figur
Am Computer reicht es, die Maus zu bewegen: Die Figur folgt dem Mauszeiger, du musst nichts gedrückt halten. Am Handy wischst du mit dem Finger über den Bildschirm. Auch die Tastatur funktioniert: Pfeiltasten oder WASD bewegen die Figur, mit der Leertaste springst du, mit S duckst du dich, Esc oder P pausieren.
| Karte | Was du tun musst |
|---|---|
| Auftritt | Bring die Figur zur leuchtenden Stelle auf der Leinwand. |
| Ducken / Springen | Senk die Figur bis an den unteren Rand der Leinwand oder heb sie hoch. Schnelles Ziehen ist nicht nötig. |
| Kopfstoß | Stoß schnell gegen Hacivats Kopf; sanftes Antippen zählt nicht. |
| Tanzen | Schüttle die Figur mehrmals hintereinander schnell nach links und rechts. |
| Salto | Doppelt tippen oder doppelt klicken. Zur Seite schleudern und sofort zurückziehen geht auch. |
| Flucht | Tuzsuz Deli Bekir kommt: Führ die Figur über den Rand der Leinwand hinaus. |
| Verbeugung | Halt auf der Bühne kurz still; die Figur verneigt sich vor dem Publikum. |
| Fangen | Schnapp dir mit der Figur den herabfallenden Apfel, die Kaffeekanne oder den Turban. |
| Verstecken | Geh hinter den Paravent auf der linken Seite der Bühne. |
| Nachmachen | Hacivat macht eine Bewegung vor (springt, duckt sich oder tanzt); du machst sie nach. |
Punkte, Serien und Sterne
Jeder Treffer bringt 100 Punkte. Triffst du nahe der Mitte des Fensters, erscheint Genau im Takt, und es gibt 50 Punkte extra; etwas zu früh oder zu spät zeigt Gut. Treffer in Folge bilden eine Serie, und je länger sie ist, desto mehr ist jede Karte wert (bei zehn Karten in Folge das Doppelte). Eine verpasste Karte setzt die Serie zurück und senkt die Lachanzeige ein wenig.
Die Sterne richten sich nach deiner Trefferquote, nicht nach den Punkten:
- 90 % der Karten oder mehr: 3 Sterne, Der Saal tobte
- 75 % oder mehr: 2 Sterne, Der Saal lachte
- 50 % oder mehr: 1 Stern, Ein paar lachten
- Unter 50 %: keine Sterne, Das Publikum gähnte
Akte, Abende und Figuren
Die Kampagne besteht aus 3 Akten und 12 Abenden:
- Lehrling: Salıncak, Hamam, Tahmis, Kanlı Nigâr
- Der Rivale: Aşçılık, Kayık, Düello, Cambazlar
- Das Fest: Bahçe, Tımarhane, Son Düello, Büyük Şenlik
Um einen Abend freizuschalten, brauchst du mindestens 1 Stern im vorherigen. Je weiter du kommst, desto dichter folgen die Karten und desto enger wird das Zeitfenster; die neueren Karten (Fangen, Verstecken, Nachmachen) kommen nach und nach dazu. Mit deinen Sternen füllt sich auch der Saal mit mehr Zuschauern.
Im Bildschirm „Figuren“ wählst du, wen du spielst. Karagöz ist von Anfang an frei und kann alles. Beberuhi wird nach Hamam freigeschaltet, Tuzsuz Deli Bekir nach Kanlı Nigâr und Zenne nach Cambazlar. Beberuhi ist leicht und überschlägt sich schnell; Bekir ist schwer, kippt kaum und erntet für Kopfstöße mehr Lacher; Zennes Tanz bringt ebenfalls mehr Lacher.
Duell-Abende und Hilfen
An den Abenden Düello und Son Düello läuft die Anzeige deines Rivalen Çelebi Hayalî unter deiner mit. Um das Duell zu gewinnen, musst du in Düello mindestens 70 % und in Son Düello mindestens 80 % der Karten treffen.
Die Übung bringt dir die sieben Grundbewegungen (Auftritt, Springen, Ducken, Tanzen, Kopfstoß, Salto, Flucht) einzeln und ohne Zeitdruck bei. Sie öffnet sich beim ersten Spielen von selbst, solange du noch keine Sterne hast, und lässt sich später im Bildschirm „Stücke“ erneut aufrufen. Beendest du einen Abend mit weniger als drei Sternen, erscheint der Knopf Publikum zurückrufen: Wenn du willst, siehst du dir eine kurze Werbung an und spielst den Abend mit um die Hälfte breiteren Zeitfenstern noch einmal. Das ist immer deine Entscheidung.
Tipps
- Warte nicht, bis die Karte die Linie berührt; das Fenster öffnet sich etwas früher, also beginn die Bewegung, während die Karte heranrückt.
- Bring die Figur nach jeder Bewegung zurück in die Mitte der Leinwand auf Ruhehöhe. Ducken und Springen zählen erst wieder, wenn die Figur in der Mitte war.
- Beim Kopfstoß geh von der Seite und schnell auf Hacivats Kopf zu. Langsames Annähern zählt nicht.
- Bei „Nachmachen“ keine Eile: Hacivat zeigt die Bewegung zuerst, du machst sie, wenn die Karte die Linie erreicht.
- Für die Verbeugung vor dem Publikum lass die Figur auf der Bühne und halt die Hand still; eine kurze Pause genügt.
Karagöz: Schatten auf der Leinwand
Karagöz ist das traditionelle türkische Schattentheater: Figuren aus bemaltem Leder werden gegen eine beleuchtete Leinwand gedrückt. Die Wortgefechte von Karagöz und Hacivat bringen das Publikum seit Jahrhunderten zum Lachen; 2009 wurde es in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
- Gattung
- Schattenspiel (farbige Lederfiguren, hinter einer Leinwand geführt)
- Herkunft laut Legende
- Bursa
- Material der Figuren
- Kamel- oder Rindsleder, durchscheinend geschabt und bemalt
- Teile eines Stücks
- Mukaddime, Muhavere, Fasıl, Bitiş
- Traditionelle Zeit und Ort
- Ramadan-Nächte, Beschneidungsfeste; Kaffeehäuser
- UNESCO
- Seit 2009 auf der Repräsentativen Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit
Geschichte und Legende
Karagöz ist ein Schattenspiel, das in osmanischer Zeit populär wurde. Wie das Schattentheater nach Anatolien kam, weiß niemand genau; viele Forscher nehmen an, dass es aus Ost- und Südostasien über Ägypten kam und sich ab dem 16. Jahrhundert im Osmanischen Reich verbreitete.
Der bekanntesten Legende nach arbeiteten zwei Bauleute, Karagöz und Hacivat, an einer Moschee in Bursa und stritten so witzig miteinander, dass die anderen Arbeiter zum Zuhören die Arbeit liegen ließen. Weil sich der Bau verzögerte, wurden sie bestraft; um das Volk zu trösten, fertigte ein Mann namens Şeyh Küşteri Figuren der beiden an und ließ sie hinter einer Leinwand spielen. Das ist eine Legende, keine belegte Geschichte, doch die Karagöz-Tradition verehrt Şeyh Küşteri als ihren Schutzpatron, weshalb die Leinwand auch Küşteri meydanı heißt, der Platz des Küşteri.
Leinwand, Figuren und Spieler
Gespielt wird auf einer gespannten weißen Stoffleinwand, die auch ayna (Spiegel) genannt wird. Früher brannte dahinter eine Öllampe oder Kerze. Die Figuren heißen tasvir: Kamel- oder Rindsleder wird so dünn geschabt, dass Licht hindurchscheint, dann bemalt und durchbrochen geschnitten. Die Figur wird von hinten an die Leinwand gedrückt und mit einem Stab geführt; weil das Licht durch das bemalte Leder fällt, sind die Schatten farbig.
Der Künstler, der das Spiel aufführt, heißt hayalî. Er spricht alle Figuren allein und singt. Mit einer kleinen Pfeife im Mund, der nareke, kündigt er die Auftritte der Figuren und die Raufereien an. Vor dem Stück steht auf der Leinwand ein Schmuckbild, das göstermelik, das meist nichts direkt mit der Handlung zu tun hat.
Aufbau und Figuren
Ein traditionelles Karagöz-Stück hat vier Teile: das Mukaddime, in dem Hacivat auftritt und ein Lied und ein Gedicht über die Leinwand vorträgt; die Muhavere, ein freies Wortgefecht der beiden Helden; den Fasıl, in dem die eigentliche Geschichte erzählt wird; und den kurzen Schluss, das Bitiş. Karagöz ist ein schlichter, direkter, etwas grober, aber gutherziger Mann aus dem Volk; Hacivat spricht ein geschraubtes Osmanisch und hat zu allem eine Meinung. Viel Komik entsteht, weil Karagöz Hacivats feine Worte missversteht.
Auf der Leinwand treten viele weitere Typen auf: der Raufbold Tuzsuz Deli Bekir, der geschwätzige Zwerg Beberuhi, Zenne, die Sammelbezeichnung für die Frauenfiguren, und eine ganze Schar von Figuren aus verschiedenen Istanbuler Vierteln und Regionen.
Tradition, das Spiel und heute
Karagöz wurde vor allem in den Ramadan-Nächten in Kaffeehäusern und bei Beschneidungsfesten aufgeführt. 2009 wurde es in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen; heute lebt es auf Festivals, in Schulen und an Orten wie dem Karagöz-Museum in Bursa weiter.
Die Teile jedes Abends im Spiel stammen aus dem echten Aufbau: Mukaddime, Muhavere, Fasıl, Bitiş. Salıncak (Die Schaukel), Hamam (Das Badehaus), Tahmis (Die Kaffeerösterei), Kanlı Nigâr, Aşçılık (Der Koch) und Tımarhane (Das Irrenhaus) sind Titel traditioneller Karagöz-Stücke. Der einzelne Stab, Karagöz' einzelner langer Arm, der Klang der nareke und der Mützen-Gag kommen ebenfalls aus der Tradition. Meister Hayalî, sein Lehrling und der Rivale Çelebi Hayalî gehören dagegen zur eigenen Geschichte des Spiels, ebenso die Duelle und der Abend Büyük Şenlik.
So entstand Karagöz
Karagöz legt das traditionelle türkische Schattentheater in die Hand der Spieler. Bunte, durchscheinende Lederfiguren werden mit einem einzigen Stab hinter der Leinwand geführt; je nach Karte tritt man auf, springt, duckt sich, tanzt, verpasst Hacivat einen Kopfstoß, schlägt Salti und flieht, alles im richtigen Moment. Ziel ist, das Publikum zum Lachen zu bringen. Figuren und Kulissen sind keine Bilddateien, sondern per Code gezeichnet.
In den ersten Tests blieben die Bewegungen unverständlich. Deshalb kam eine Übung hinzu, die die sieben Bewegungen einzeln und ohne Zeitdruck lehrt; eine Geisterhand zeigt jede Geste vor. Die Salto-Erkennung wurde neu geschrieben: Messungen hatten zwölf versehentliche Salti gefunden, danach waren es null. Als das Spiel immer noch zu schwer wirkte, wurde die Steuerung leichter: Die Figur nach unten oder oben zu führen genügt zum Ducken oder Springen, ein Doppeltippen löst den Salto aus, das Zeitfenster wurde breiter. Dabei stellte sich heraus, dass Maus und Touch in der Übung gar nicht funktioniert hatten, weil die Tests die Eingabe direkt einspeisten; der Fehler ist behoben, getestet wird jetzt mit echter Maus.
Danach rückten die Figuren näher an die Tradition: Karagöz mit großem schwarzem Auge, rundem Bart und langer Mütze, Hacivat mit hohem Turban und spitzem Bart, in der Hüfte gegliederte Körper und Ausschnitte, durch die Licht fällt. Bei Salto oder Kopfstoß kann Karagöz die Mütze verlieren, und das Publikum lacht über seine Glatze.
Die Geschichte erzählt von Meister Hayalî, der die Leinwand seinem Lehrling übergibt, und vom Rivalen Çelebi: drei Akte, zwölf Abende. Jeden Abend streiten Karagöz und Hacivat in Sprechblasen, an Duellabenden tritt die Lachanzeige des Rivalen gegen deine an, und das Publikum wächst mit deinem Ruhm. Endet ein Abend ohne drei Sterne, kann man freiwillig Werbung ansehen und ihn mit mehr Zeit wiederholen.
Automatische Tests spielen jeden Abend der Geschichte durch und prüfen die Lachanzeige. Das Spiel gibt es in sieben Sprachen.
Häufige Fragen
Wer sind Karagöz und Hacivat?
Sie sind die beiden Haupthelden des türkischen Schattentheaters. Karagöz ist ein geradliniger Mann aus dem Volk, Hacivat ein Besserwisser mit blumiger Sprache.
Wie mache ich einen Salto?
Am einfachsten tippst oder klickst du doppelt. Die Figur kräftig zur Seite schleudern und sofort zurückziehen zählt ebenfalls.
Warum zählen Ducken und Springen manchmal nicht?
Diese Bewegungen zählen jeweils einmal und werden erst wieder gewertet, wenn die Figur in die Mitte zurückkehrt. Lässt du die Figur unten oder oben stehen, wird die nächste Karte nicht erkannt; bring sie nach jeder Bewegung zurück in die Mitte.
Wie schalte ich neue Figuren frei?
Beberuhi wird frei, wenn du Hamam mit mindestens einem Stern beendest, Tuzsuz Deli Bekir nach Kanlı Nigâr und Zenne nach Cambazlar. Deine Figur wählst du im Bildschirm „Figuren“.
Wie gewinne ich einen Duell-Abend?
Du musst die Anzeige von Çelebi Hayalî schlagen: in Düello mindestens 70 % und in Son Düello mindestens 80 % der Karten treffen.
Wozu dient „Publikum zurückrufen“?
Das ist ein freiwilliger Knopf, der erscheint, wenn du einen Abend mit weniger als drei Sternen beendest. Siehst du dir eine kurze Werbung an, spielst du denselben Abend mit um die Hälfte breiteren Zeitfenstern noch einmal.
Was mache ich bei der Karte „Nachmachen“?
Während die Karte näher kommt, macht Hacivat eine Bewegung vor: Er springt, duckt sich oder tanzt. Erreicht die Karte die Linie, machst du dieselbe Bewegung.
Was sind nareke und göstermelik?
Die nareke ist die kleine Pfeife, die der Spieler bei Auftritten und Raufereien bläst. Das göstermelik ist das Schmuckbild auf der Leinwand vor Beginn des Stücks. Beides gibt es im Spiel: Die nareke ertönt zu Beginn eines Abends, und jeder Abend hat seine eigene Bühnendekoration.
Ist Karagöz: Schattenspiel kostenlos?
Ja. Kein Download und kein Konto nötig; es läuft direkt im Browser. Eine Werbung für einen Tipp anzusehen ist immer deine Entscheidung.
Geht mein Fortschritt verloren?
Dein Fortschritt wird auf diesem Gerät automatisch gespeichert. Wenn du dich anmeldest, wandert er in dein Konto und du spielst auf jedem Gerät weiter.
Kann ich auf dem Handy spielen?
Ja. Auf dem Handy öffnet sich das Spiel im Vollbild; mit dem X in der Ecke verlässt du es. Auf dem iPhone kannst du es mit "Zum Home-Bildschirm" wie eine App nutzen.
Kann man Karagöz: Schattenspiel offline spielen?
Ja. Ein Spiel, das du einmal geöffnet hast, wird auf Handy oder Computer gespeichert und startet auch ohne Internet. Bestenlisten und Cloud-Speicher brauchen eine Verbindung.
In welchen Sprachen?
Türkisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Deutsch, Französisch und Russisch.
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